Sebastian in Illinois

Es ist schwer ein Jahr in einer fremden Welt in Worte zu fassen, doch ich versuche euch einen kurzen Einblick in diesen spannenden Lebensabschnitt zu geben! Ich lebte im Mittleren Westen, dem Bundesstaat Illinois, einer für mich typischen amerikanischer Region der USA,  durchlebte hier den typischen amerikanischen Alltag mit einem Übermaß an Fastfoodessen, einer Menge Sport und schulischen Freizeitaktivitäten und das Leben in übergroßen Dimensionen. Der erste Tag an der High School war ein Schock, denn hier spiegelte sich nicht der Hauch meiner Schule in Deutschland wider. Die Sicherheitskontrollen am Eingang, die riesigen, typisch amerikanischen Spinds in den Gängen, die Verbundenheit mit der Schule und die Vielzahl an Aktivitäten waren doch anfangs recht ungewohnt. Die Erlebnisse und den Zusammenhalt durch den Sport werde ich nie vergessen. High School Basketballspiele vor mehr als 2000 Zuschauern, in denen Schüler, sowie Lehrer die Schulfarben tragen oder sich aufgemalt haben, und die gemeinsame Trauer nach verlorenen Spielen waren unglaublich und prägend. Die Teilnahme an verschiedenen Schulaktivitäten, sowie die Mitgliedschaft in Sportteams brachten mir neue Freundschaften, eine Verbundenheit mit der Schule – School spirit! – und super Erfahrungen! Dennoch blieb ich nicht vom bekannten Kulturschock verschont. Die ungewohnte Esskultur, eine andere Mentalität und Lebensweise waren doch prägend und brachten mich im Nachhinein weiter. Eine andere Kultur kennenzulernen und zu verstehen, hilft auch in meinem weiteren Leben, toleranter und offener für Veränderungen und Neues zu sein. Nun, mehr als zwei Jahr nach meinem Aufenthalt, hoffe ich, die entstandenen Freundschaften und Verbindungen zu halten. Obwohl ein Sprung ins kalte Wasser Rückschläge mit sich bringen kann, ist ein Auslandsjahr im Großen und Ganzen eine riesige Chance! :)