Isabel in Rosario

Freiwilligenarbeit im Kulturzentrum mit Fokus auf die Arbeit mit Kindern

Hallo liebe Volunteer-Interessenten! Ich habe vor kurzem einen 3 monatigen Freiwilligendienst in Rosario, Argentinien absolviert. Damit ihr euch etwas drunter vorstellen könnt, hier ein kleiner Einblick in mein Leben dort: Das Projekt in dem ich eingesetzt wurde fand in einem Kultur Zentrum in die "villas" (Slums) statt. Dort gebe ich Querflötenunterricht, spiele mit den Kindern oder zeige ihnen kleine Näharbeiten. Nadel und Faden hierzu gibt es dort in der improvisierten Schneiderei. Hier können die Frauen des Stadtviertels zum Beispiel Klamotten flicken oder andere Handarbeiten in den dort angebotenen Workshops erlernen. Hier nehme ich sehr gerne teil und lerne beispielsweise wie man aus alten zerschlissenen Stofffetzen schicke Handtaschen fertigt. Wir sitzen beisammen, plaudern nett und trinken (wie so oft) "Matetee." Nachmittags fahre ich mit dem Bus heim ins reiche Stadtzentrum. Dort wohne ich bei einer sehr netten Gastmutter in einem großen, schönen Haus im Kolonialzeitalterstil. Ich esse schnell etwas. Das Essen schmeckt mir fantastisch! typisch sind Empanadas (gefüllte Teigtaschen). Mit dem weltberühmten argentinischen Rindfleisch, das bei "Asados" in Massen gegrillt wird, konnte ich mich allerdings nicht anfreunden. Zum Frühstück gibt es einen Brotaufstrich namens "Dulce de Leche" (Karamell) den man sich auf Kekse schmiert. Nach dem Essen geht es dann für mich auch schon wieder weiter: Tanzkurs oder mich mit Freunden treffen. Meist gehen wir zum "Matetee" trinken an den Fluss oder bestaunen einen der Flohmärkte, auf denen einfach alles -von Lederhandtaschen bis zu Puppenköpfen- verkauft wird. Apropos shoppen gehen: Das Gerücht alles sei in Argentinien günstiger stimmt nicht. Im Gegenteil! Alltagsgegenstände wie Essen, Klamotten, Shampoo etc. ist in der Regel teurer. Günstig hingegen ist Taxifahren und an Kursen (Bsp. Karate, Tanzen (wesentlich cooler als „Tango“ ist „Cumbia“)) teilnehmen. Noch ein kleiner Tipp bezüglich Geld: Der Umtausch von argentinischen Pesos in Euros ist illegal und daher umso begehrter. Wer Euros in bar mitnimmt kann sie zu einem wesentlich besseren Kurs, als von den Banken angeboten wird, umtauschen. Was man ebenfalls nicht vergessen sollte: ganz viel Geduld mitbringen. Die Argentinier sind stets "tranquilo" und so wird alles im gemächlichen Tempo erledigt, so dass man im Supermarkt gut und gerne mal 45 Minuten an der Kasse ansteht. Alles in allem bietet der Freiwilligendienst reichlich Einblick in die argentinische Kultur und ist eine einzigartige Erfahrung!